http://www.osho.com/Main.cfm?Area=Magazine&Language=German
Nachlesenswert, täglich, finde ich.
http://www.osho.com/Main.cfm?Area=Magazine&Language=German
Nachlesenswert, täglich, finde ich.
Ich grüße Euch, erkältet (rau die Stimme, pfeifend die Ohren). Die zweite Auflage von DLdBdK (heute kraft souveräner Willkür Seiner Exzellenz [d. i.: ich] verabschiedet und in Auftrag gegeben) unterscheidet sich von der ersten Auflage lediglich darin, dass ich die Webadressen vom Umschlag genommen und die neue Homepageadresse im Vorspann eingetragen habe. Hoffentlich lass ich sie jetzt endlich mal, die HP-Adr. (das war eine internale Selbstaufforderung von Richter an Spieler).
liebe mama, die du bist im himmel,
mir geht es gut, wie geht es dir? heute muss ich dir endlich einmal wieder schreiben, weil es umstuerzlerisches zu berichten gibt: ich habe nach langer suche und schweißtreibenden bemuehungen eine neue, aeußerst attraktive lebensgefaehrtin gefunden!, die perfekt zu mir passt wie titte auf tablett (sie quasselt naemlich nicht). sie heißt haworthia fasciata, ist recht kleinwuechsig und hat dreiundzwanzig weißperlwarzengeschmueckte tentakel mit spitzen enden, die allerdings aufgrund ihrer menschihautdurchdringungsunfaehigkeit bei beruehrung (zumindest in diesem fruehstadium ihrer entwicklung – oh, wie ich sie zu entwickeln gedenke! [zu viel wasser schade, meinte der gruenbekittelschuerzte florist, der sie mir verkaufte, der eigentlich nur florian heißen kann, so anmutig, wie er meine h. bandagierte zum transport]), selbst bei intensiven absichtsvollen provokanten kontaktaufnahmeversuchen durch mich mit meinen zarthautgreifzangen, mir no harm doen koennen (mach dir also keine sorgen, liebe mama, die du bist im himmel). die beziehung laeuft also gut an. und ihre seeigeligkeit! und die schatten, die sie wirft! hach!, ich bin ja so verliebt, mama!
haworthia sitzt in einem hellbraunen rauchglasgefaeß direkt vor mir auf meinem schreibtisch, rechts vorne, da, wo die sonne ab mittag hinscheint (ließe sie sich nur endlich wieder blicken, schiene sie nur endlich mal wieder so richtig volle pulle).
außerdem habe ich mich gestern gegen diphterie und tetanus impfen lassen (auffrischung), da bin ich sorgfaeltig drin, hast du mir beigebracht. nun muss ich erst wieder in zehn jahren (zum impfen), was ich mir auf wiedervorlage gelegt habe (edv und papier, man kann ja dem einen wie dem anderen nicht trauen [bumm – feuer – diebe usw.]. notfalls werde ich mich des termins selbst erinnern, falls ich dann noch na wem sag ich das).
ja, mama, was machstn eigentlich so aetherisch da oben die liebe lange weile lang? ich stell mir dein treiben fuerchterlich langweilig vor: immer nur mit den engeln singen … willst du nicht mal wechseln, also, in heißere gefilde? kannst dich ja mal wieder melden, weißt ja. und papa? schwirrt der immer noch um dich rum und nervt, oder hat er’s endlich aufgegeben und sich vernuenftigerweise aufgedroeselt? der alte sack. soll sich bloß nicht wagen, sich atomisch in meine haworthia zu verirren und mich zu bespannen, sonst gibt’s was auf die zwoelf! sag ihm das genau so, 1:1, wenn du ihn siehst.
ich bin muede und gehe zu bett, mama. ich werde hawi die tentakel kuessen streicheln und mir selbst ein maerchen vorlesen (seit gestern habe ich eine schlafmuetze, hellblau, mit bommel am faden, weil’s mir doch immer um die ohren rum so kalt ist [besonders ueberm linken, da hab ich wohl ne neuralgische zone], grad jetzt im winter). ich denke, ich lasse in dieser ersten nacht mal die schreibtischlampe an (stehlampe von hela, halogenlicht, kegelig flutend wie in nem film von fassbinder, und wenn ich meine lesebrille aufhabe [selten spueliglasreingeputzt, weil ich mit zunehmendem alter gewisse faulheitslaehmungen {wo die nur herkommen?} nicht mehr besiegen kann {ich schlaffe wohl ab, kann aber auch temporaer sein, kann sich durch haworthia vielleicht wieder geben}], sehe ich sogar prismenfarbig), das gefaellt ihr bestimmt, der kleinen, weißbewarzten, gruenhaeutigen, nach zuwendung und pflege heischenden rauchglasbewohnerin.
morgen habe ich ein date mit zitronella; vielleicht legt sie mich ja wieder flach wie tsunami ueber kueste und reitet auf mir rum, die bremsenlose (lieber nicht, ich glaube, ich sage ab, hatte die woche schon genug bewegung auf arbeit: die stockwerke im betrieb rauf und runter und hin und her). vielleicht habe ich glueck und wir essen was zusammen und spielen scrabble (da gewinne ich naemlich immer, naja, fast immer) oder schach (da verliere ich immer, was mich nicht im geringsten stoert: aber die marmorfiguren! reinbeißen moechte man, zumindest in die weißen, die leckerer aussehen als die pechschwarzen gegneri, deren helle maserung auf mich wirkt wie verschmiertes sperma]).
mir faellt gleich der stift aus der hand. ich muss. gruß an die engel, mama, und weh mal wieder vorbei, wenn du es einrichten kannst, und schau dir haworthia an: deine meinung interessiert mich.
kuss,
dein r.
Bin in meinem Zauberberg auf Seite 170 angelangt (Normseitenformatierung ergäbe mehr, vermutlich 200). Werde wohl doch nicht zehn Jahre dran schreiben, um mit 2000 Seiten am Stück meine Leseri erschlagen, sondern 200 – 300 Seiten pro Buch pro anderthalb Jahre oder so, vielleicht in Serienmanier à la Bonanza oder Rauchende Colts. Nur mal laut gedacht. Was sich da inzwischen Personen und Nicht-Personen tummeln … Unglaublich, was dem Hirn so entspringt, wenn man sich konsequent dran festsaugt (am Notebook und am Hirn).
Ich lese gerade von Manfred Lütz – Irre! Wir behandeln die Falschen sowie von Richard Wiseman (na, bei dem Namen …) – Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern. Beides empfehle ich guten Gewissens, da beides aktuell-forschungsbasiert geschrieben ist.
Dieses sonnenlose Dauerweißgeriesele geht mir allmählich auf die Drüsen. Mai! Röcke! Wiesen! Weiberbeine! So viel Hormonsäfte kann eines gar nicht schlucken, dass Blei zu Federn würde.